Schreibblockade - und nun?

Man sitzt vor dem Bildschirm und das geöffnete Textprogramm vor einem ist genauso leer wie der eigene Kopf. Keine Idee ist gut genug, man weiß einfach nicht, was man schreiben soll und findet keinen Anfang. Woran liegt das? Sowohl angehende Autoren als auch Profis kennen diese Situation beim Verfassen eines eigenen Buchs bestimmt: die Schreibblockade, auch als Schreibstau oder Writer’s Block bekannt. 

Sie ist ein Spezialfall der Kreativitätsblockade, wobei Impulse aus der Umwelt, beispielsweise das eigene Wohlbefinden, die psychische Verfassung oder auch das Arbeitsklima zu Verhaltensweisen führen, die das kreative Potenzial hemmen oder sogar ganz blockieren. Nicht nur Autoren kann das passieren, auch Journalisten oder Studierende sind von diesem Phänomen häufiger betroffen. Das Schreiben ist ein sehr komplexer Prozess für das Gehirn, weshalb es völlig normal ist, dass die Entstehung eines Textes zum Beispiel für ein eigenes Buch manchmal mehr Zeit benötigt.

Formen der Schreibblockade

Eine Schreibblockade kann zahlreiche und verschiedene Erscheinungsformen haben. Der Text für das eigene Buch kann noch so gut geplant sein, manchmal lässt sich einfach kein Anfang finden. Aus diesem Grund wird der Schreibprozess vom Verfasser mehrfach unter- oder sogar ganz abgebrochen. Das Schreiben wird deshalb zur Qual und schon beim Gedanken an das Verfassen der Arbeit und beim Anblick des Bildschirms wird man nervös und fühlt sich unwohl. 

Auch das Fliehen vor der eigentlichen Aufgabe, also ein Vermeidungsverhalten, kann auftreten, sodass man sich vor dem Schreiben drückt, indem man andere unliebsame Dinge erledigt wie zum Beispiel Aufräumen. Alles ist einem lieber als sich mit dem Verfassen des eigenen Werks zu beschäftigen und stattdessen schiebt man das Schreiben vor sich her. 

Setzt man sich doch an den Text, kann ein Zeichen einer Schreibblockade auch sein, dass man Passagen aus fremden Texten nicht in eigenen Worten wiedergibt, sondern sie wortwörtlich zitiert. Im eigenen Text entstehen Brüche aufgrund des zu hohen Umfangs und beides kann auch zum Abbruch des Schreibens führen.

Woher kommt die Schreibblockade?

Wie sich eine Schreibblockade äußert, ist nun klar, doch die Frage nach der Ursache ist die eigentlich wichtige. In den meisten Fällen spielt die Angst eine große Rolle. Angst vor dem eigenen Versagen oder auch vor dem zukünftigen Leser des eigenen Buchs, dass man Vorstellungen und Anforderungen an das Werk nur unzureichend erfüllt, Kritik erntet oder sich blamiert. Dabei entsteht oft ein Teufelskreis. Dieses Gefühl der Angst lähmt einen und blockiert die Gedanken noch mehr, sodass man mit dem Schreiben nicht voran kommt. Die Selbstzweifel werden bestärkt, wodurch die Angst noch größer wird. Oft steht einem auch der eigene Anspruch im Weg, sofort einen perfekten und fehlerfreien Text schreiben zu wollen. 

Da jeder Buchautor im Vorfeld erst einmal eine umfangreiche Recherche betreiben muss und sich Notizen macht, kann ein anderer Grund sein, dass es bisher noch kein Konzept gibt, an dem man sich orientieren kann oder dieses noch in zu geringem Umfang vorhanden ist. Hat man schon im Zuge der Recherchearbeit Material gesammelt, blockiert häufig auch die Menge an Material. 

Sortieren und unterscheiden zwischen relevant und irrelevant für das eigene Werk  kann an dieser Stelle Abhilfe schaffen. Hat man das gesamte relevante Material vor sich liegen, kann man nun eine Struktur mit Überschriften der jeweiligen Kapitel herausarbeiten. So hat man zumindest eine grobe Richtung, welche Inhalte behandelt werden sollen und tappt nicht mehr im Dunklen.

Was tun dagegen?

Das richtige Mindset ist meistens schon der wichtigste Schritt, um gegen eine Schreibblockade vorzugehen. Bringen Sie Ihren inneren Kritiker zum Schweigen und folgen Sie allein Ihrer Intuition! Schreiben Sie einfach los und vergessen Sie erstmal Ihre Delete-Taste. Korrigieren können Sie auch später immer noch. Stehen Sie außerdem zu Ihrem Schreibstil. Viele Autoren orientieren sich dabei an anderen Autoren, obwohl man dem Text am besten eine Seele geben kann, indem man etwas Eigenes kreiert. 

Wenn Sie jedoch merken, dass Sie überhaupt nicht mehr voran kommen, dann gönnen Sie sich eine Pause. Gewinnen Sie Abstand von Ihrer Arbeit, indem Sie Sport treiben, draußen in der Natur unterwegs sind und den Kopf frei bekommen. Zwar sollte das nicht zur dauerhaften Ausrede werden, aber häufig hat man wieder mehr Ideen, wenn man sich eine kleine Auszeit gönnt. 

Auch ein Gespräch mit einer außenstehenden Person kann hilfreich sein. So können Logikfehler im Text aufgedeckt werden und man kommt auf neue Gedanken und auf neue Ideen. Mit einem Wechsel des eigenen Schreiborts ist häufig für neue Inspiration gesorgt.

Schaffen Sie Ablenkungen wie das Smartphone, das Telefon usw. aus dem Weg. Konzentrieren Sie sich am besten ausschließlich auf das Schreiben Ihres Buchs. Indem man alleine ist mit seinem Text ist, kommt man auch wieder auf neue Ideen. 

Zudem kann man als Hobbyautor Motivation aus dem Gedanken schöpfen, dass auch berühmte Autoren mit einer Schreibblockade konfrontiert waren und es dennoch geschafft haben, das Buch fertig zu schreiben. Machen Sie sich bewusst, dass Sie nicht der einzige Autor sind, der damit zu kämpfen hat!

Auch eine Einteilung des Schreibprozesses in kleine Häppchen kann Abhilfe schaffen. Kleinere Aufgaben schüchtern nicht so sehr ein, wie wenn man vor einem großen Berg Arbeit steht. Tipps für eine effektive Planung finden Sie in diesem Beitrag.

Wir unterstützen Sie gern!

Stehen Sie mit Ihrem Buch noch ganz am Anfang und suchen noch eine kreative Idee? Wie man mit den passenden Techniken auf eine spannende Geschichte für das eigene Buch kommt, finden Sie hier.

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Die Werkzeuge eines Autors - Welche Programme und Tools am besten geeignet sind

Nachdem man als Autor mit Hilfe der Kreativitätstechniken endlich eine gute Idee für das eigene Buch entwickelt hat, geht es nach der Recherche an das Schreiben des Manuskripts. Früher stellte sich die Frage gar nicht erst nach dem Wie: man nahm Papier und Stift und legte einfach los. Heute steht man durch die fortschreitende Digitalisierung vor einer riesigen Auswahl an Programmen, die bei dem erfolgreichen Schreiben unterstützen. Außerdem bieten sie genügend Tools, um den kreativen Prozess zu begünstigen. Einige Programme wollen wir Ihnen vorstellen und Ihnen damit bei Ihrer persönlichen Wahl helfen. Wir nennen diese die Werkzeuge eines Autors.

Microsoft Word & Apple Pages – Beliebt und simpel

Der erste Einfall, den man bekommt, wenn man an Schreibprogramme denkt: Microsoft Word. Es ist auf nahezu jedem Computer, der Windows als Betriebssystem hat, bereits installiert. Sowohl privat als auch geschäftlich nutzen viele häufig Word. Wenn Sie schon einmal damit gearbeitet haben, sparen Sie durch Kennen des Programms Zeit und werden es wahrscheinlich auch am ehesten nutzen. Sollten Sie einmal unterwegs sein, können Sie Word auch problemlos offline nutzen.

Weltweit erfreut sich das Programm größter Beliebtheit. Speziell für Autoren gibt es die Möglichkeit, eigene Vorlagen für das Schreiben von Büchern zu erstellen. Diese lassen sich auch im Nachhinein noch ändern. Auch beim Schreiben selbst wird man von einer soliden Rechtschreibkorrektur unterstützt, sodass Rechtschreib- und Grammatikfehler schnell korrigiert werden können. Insgesamt überzeugt Microsoft Word durch seine Einfachheit und sollte man dennoch Probleme haben, wird man im Internet sehr schnell fündig und bekommt Hilfe.

Da heutzutage längst nicht mehr jeder mit dem Betriebssystem Windows arbeitet, wollen wir auch auf die Alternative von Apple eingehen: Pages. Dort hat man viel Platz für Text und durch die einfache Bedienung ist auch hierbei keine übermäßig lange Einarbeitungszeit vonnöten. Das Programm ist ebenfalls kostenlos, da es seit Oktober 2013 auf allen Macs vorinstalliert ist. Ein weiterer Vorteil ist die Kompatibilität mit Microsoft Word.

Google Docs – Interaktiv und sicher

Eine Microsoft Word sehr ähnliche Möglichkeit zum Schreiben des eigenen Buchs bietet Google Docs. Zusätzlich zu den bisher vorgestellten Programmen kann man Inhalte einfach für andere freigeben bzw. teilen, was vor allem dann praktisch ist, wenn mehrere Personen an einem Text arbeiten. Entwürfe können leicht von anderen kommentiert oder sogar live editiert werden. Über diese Änderungen kann man sich bei Bedarf per Mail informieren lassen. Auch diese Variante ist kostenfrei. Falls der Speicherplatz nicht ausreichen sollte, kann man mehr dazu kaufen. Über den Verlust von Daten muss man sich keine Sorgen machen, da alles auf dem Google-Server gespeichert wird. Es empfiehlt sich natürlich, dennoch sicherheitshalber alles lokal oder in einer anderen Cloud zu speichern.

Scrivener – Komplex, aber ideal für spannende Geschichten

Diese drei bisher vorgestellten Varianten dürften Ihnen bereits bekannt sein. Nun möchten wir Ihnen ein nicht ganz so bekanntes Programm vorstellen, das speziell für Autoren entworfen wurde: Scrivener. Die Bedienung ist deutlich komplexer und erfordert daher eine gewisse Einarbeitungszeit. Nützliche Tools wie eine “Pinnwand”, mit der man Handlungen und Argumentationen sehr einfach und schnell umstrukturieren kann, eine hierarchische Projektmappe und ein Gliederungseditor runden das klare und elegante Konzept ab, welches ideal für die Planung, Organisation und Niederschrift von großen Buchprojekten geeignet ist.

Das Programm wurde speziell für Macs entworfen, wird jedoch mittlerweile auch für Windows-Nutzer angeboten, allerdings werden dabei nicht alle Features angeboten, die Apple-Nutzern in den neueren Versionen zur Verfügung stehen. Sobald das Manuskript fertig ist, lässt es sich einfach ausdrucken und auch als Word-Dokument oder PDF exportieren. Scrivener kann man für 30 Tage kostenlos testen, wobei diese nur dann zählen, wenn man das Programm auch genutzt hat. Für Apple-Nutzer, denen die neueren Versionen zuerst zur Verfügung stehen, belaufen sich die Kosten auf ca. 36 €, während Windows-Nutzer ca. 32 € zahlen. Benötigen Autoren Hilfe, gibt es eine Menge Tutorials und zusätzlich einen E-Mail-Support, eine Fehlerberichterstattung sowie ein Kundenforum, was bei der Komplexität des Programms auch durchaus notwendig ist.

yWriter – Für Struktur und Organisation

Wenn Sie eher noch zu den unerfahrenen Autoren gehören und Windows-Nutzer sind, ist das kostenlose Programm yWriter für den Einstieg und zum Testen empfehlenswert. yWriter wurde von einem Autor entwickelt, sodass die Bedürfnisse von kreativen Köpfen bestens erfüllt werden und richtet sich speziell an Buch- und Romanautoren. Sie können Ihre Texte sinnvoll ordnen, sie in Kapitel gliedern, einen Zeitstrahl für Ihre Geschichte anfertigen und Charakterbögen sowie Orte anlegen. Es lassen sich Ideen für unterschiedliche Bereiche festhalten. Das Programm ist gut geeignet, um endlich Ordnung in das Ideenchaos zu bringen.

FocusWriter – Für konzentrierte Minimalisten

Falls Sie zu den Minimalisten zählen, wird sich das ebenfalls kostenfreie Programm FocusWriter vielleicht für Sie eignen. Im Vollbildmodus werden Symbolleisten und zusätzliche Fenster ausgeblendet, sodass man lediglich die Seite mit seinem eigenen Text auf einem neutralen Hintergrund sieht, sich ausschließlich auf das Schreiben konzentrieren kann und somit nicht abgelenkt wird. Außerdem gibt es einen integrierten Wecker und eine Anzeige für das jeweilige Tagesziel, um möglichst effektiv arbeiten zu können. FocusWriter bedarf keiner Installation und kann also auch für unterwegs als App auf einem USB-Stick genutzt werden.

Evernote – Für Produktive

Das letzte Programm, dass wir Ihnen vorstellen wollen, ist Evernote, das als Produktivitätswerkzeug genutzt wird. Es ermöglicht das Hochladen von Bildern, Dokumenten und sogar Sprachaufnahmen. Zusätzlich kann man simple To-do-Listen anlegen und mit einem Fälligkeitsdatum versehen, was sich in einer einzigen Notiz auch miteinander kombinieren lässt. Wie bei Google Docs lassen sich die Notizen auch für andere Personen freigeben, sodass man gemeinsam daran arbeiten kann. 

Als Standard-Version ist Evernote kostenfrei und lässt sich auf zwei Geräten gleichzeitig nutzen. In der Premium-Version kostet es 6,99 € pro Monat und hat dafür noch einige zusätzliche Funktionen parat.

Sie entscheiden!

Insgesamt lässt sich festhalten, dass aufgrund der verschiedenen Anforderungen für jeden Autoren ein Programm besser funktioniert als ein anderes. Jedes hat seine Vor- und Nachteile und die Entscheidung liegt natürlich bei Ihnen, welches Programm Ihren persönlichen Ansprüchen am besten gerecht wird. Wenn Sie neugierig geworden sind, probieren Sie die verschiedenen vorgestellten Varianten doch einmal aus. 

Zum Schreiben eines eigenen Buchs gehört nicht nur das Schreiprogramm, sondern auch das Layout spielt, wenn es um den Druck geht, eine entscheidende Rolle. Da das Layout ein sehr umfangreiches Thema ist, wird es demnächst einen zusätzlichen Blogbeitrag dazu geben. 

Am wichtigsten ist, dass Ihr finales Manuskript im PDF-Format vorhanden ist. Für weitere Informationen können Sie gern unsere Webseite FAQ besuchen. Dort haben wir für Sie die wichtigsten Voraussetzungen, die für den Druck erfüllt sein müssen, zusammengestellt und beantworten sämtliche Fragen zur Datenaufbereitung.

Ist Ihr Manuskript schon druckfertig?

Steht Ihr Manuskript bereits und Sie sind bereit, es zu veröffentlichen? Wir beraten Sie gerne bei Fragen und Problemen. Kontaktieren Sie uns mit Ihrem persönlichen Anliegen entweder per Mail unter oder telefonisch unter der ✆ 03677 – 46 92 43. Ihren Auftrag können Sie gerne auf unserer Webseite unter https://www.bis500druck.de/ mit dem Kalkulator konfigurieren.

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Besprechung im Job

Innovativ, kreativ, intuitiv - Wie man zur zündenden Idee für ein eigenes Buch kommt

Kreativität ist ein sehr vielfältiger Begriff, der heutzutage nahezu inflationär genutzt wird. Insgesamt gibt es verschiedene Ansätze, was diese eigentlich auszeichnet und wie sie entsteht. Ganz allgemein betrachtet wird Kreativität als Fähigkeit definiert, neue, originelle und nützliche Ideen zu haben und leitet sich vom lateinischen Wort “creare” ab, was sich schlicht mit “erschaffen” übersetzen lässt. Doch wie gelingt es einem denn letztendlich, etwas Eigenes zu erschaffen? Bevor man mit dem Schreiben eines eigenen Buchs loslegt, muss man natürlich erstmal eine zündende Idee haben. Dabei ist es schwierig, kreative Ideen zu haben, wenn das Schreiben lediglich ein Hobby ist und man seine Energie hauptsächlich in seinen eigentlichen Beruf investieren muss. Auf dem Weg zur Ideenfindung gibt es jedoch einige Kreativitätstechniken, die man anwenden kann, um ein geeignetes und verwendbares Konzept zu erstellen. Einige dieser Methoden möchten wir Ihnen gerne vorstellen.

Brainstorming & Brainwriting

Brainstorming ist wahrscheinlich eine der bekanntesten Kreativitätstechniken, welche dem Brainwriting und Mindmapping sehr ähnlich ist. Der US-amerikanische Autor und Werbefachmann entwickelte diese Methode 1939, um mit seinen Mitarbeitern in kurzer Zeit möglichst viele neue Ideen zu generieren. Die regelmäßigen Arbeitstreffen schienen die Kreativität nicht besonders zu fördern.

Hierbei sind vier Grundregeln aufgestellt:

  1. Keine Kritik üben und Vorschläge bewerten.
  2. Je mehr Ideen, desto besser. Quantität geht hierbei vor Qualität.
  3. Bereits vorhandene Ideen können auch ergänzt und verbessert werden.
  4. Je ungewöhnlicher und verrückter die Idee, desto besser. Auch abwegig denken ist erlaubt. 

Insgesamt besteht das Brainstorming aus drei Phasen: In der ersten Phase folgt eine Einleitung. Teilnehmer des Brainstormings machen sich mit dem Thema und auch der Methode erst einmal vertraut. Phase zwei beinhaltet schließlich die Erzeugung von Ideen unabhängig von deren Qualität. Zu guter Letzt diskutieren und beurteilen die Teilnehmer die einzelnen Ideen noch einmal sachlich. 

Brainstorming ist also eine sinnvolle Methode, wenn in Gruppen neue Ideen benötigt werden. Aber auch alleine können Sie diese drei Phasen durchlaufen und entwickeln so vielleicht DIE Idee für Ihr eigenes Buch. Probieren Sie es doch einfach mal aus!

Brainwriting ähnelt stark der Methode des Brainstormings und unterscheidet sich nur darin, dass jeder Teilnehmer für sich die eigenen Ideen verschriftlicht. Das hat den Vorteil, dass keine Vorschläge in der Diskussion untergehen können, da sie schriftlich fixiert sind. Diese Technik wird häufig in den Bereichen Werbung und Journalismus eingesetzt. 

Die Mind-Map

Die Methode der Mind-Map entwickelte in den 1960er Jahren der englische Psychologe Tony Buzan. Eine Mind-Map ist eine kognitive Arbeitsweise, die man zum Beispiel zum Erschließen und visuellen Darstellen eines Themengebietes, aber auch für Mitschriften oder zum Planen nutzen kann. Das Prinzip der Assoziation steht an dieser Stelle im Mittelpunkt und soll die freie Entfaltung von Gedanken und die Fähigkeit des Gehirns zur Kategorienbildung nutzen.

Zunächst notiert man das zentrale Thema in der Mitte eines unlinierten Papiers, woraufhin man davon ausgehend Äste zeichnet und mit den Hauptthemen, ähnlich den Kapitelüberschriften eines Buches, beschriftet. Daran schließen sich nach außen hin immer dünner werdende Zweige, die ebenfalls mit Begriffen versehen werden, an. Die Mind-Map ist dann fertig, wenn sie aus der Sicht des Autors final ist. Diese Technik wird nicht nur zur Ideenfindung genutzt, sondern auch bei der Prüfungsvorbereitung, beim Entwurf eines Vortrags, zur Planung und Organisation oder auch zur Struktur von Sachtexten oder Geschichten für ein eigenes Buch. 

Durch den selbst strukturierten Aufbau hat die Mind-Map den Vorteil, dass sich ihre Inhalte sehr gut im Gedächtnis einprägen. Mittlerweile gibt es auch eine Vielzahl an Programmen, mit denen man Kreativitätstechniken wie Mind-Maps erstellen kann, zusätzlich ist aber natürlich auch die altmodische Methode mit Papier und Stift möglich. Grundsätzlich ist es egal, mit welchem Genre Sie es bei Ihrem eigenen Buch zu tun haben: Fachliteratur, aber auch Romane können mit einer Mind-Map als Basis eine Hilfe sein, um eine erste Struktur zu erstellen. Lassen Sie Ihren Gedanken einfach freien Lauf.

Alles steht Kopf – mit der Kopfstandmethode

Und nun wird es mit der nächsten Methode ein wenig verrückt – der Kopfstandmethode, auch bekannt als Umkehrtechnik. Ja, richtig gelesen. Keine Sorge, nicht Sie müssen sich auf den Kopf stellen, sondern Sie müssen das mit der Fragestellung tun. Diese bekannte Kreativitätstechnik ist verwandt mit der Provokationstechnik von Edward de Bono, einem britischen Kognitions- wissenschaftler und Schriftsteller.

Wollen Sie zum Beispiel einen Fantasyroman schreiben und suchen dahingehend nach einem spannenden, fantasievollen Einfall für das eigene Buch, können Sie die Fragestellung umdrehen und eine Antwort suchen auf “Was langweilt die Leser?” oder “Wie schreibe ich einen möglichst fantasielosen Roman?”. Häufig fallen einem auf solche negativ geprägten Fragen sehr viel mehr Antworten ein. Diese gefundenen Antworten stellt man danach einfach auf den Kopf, indem man das Gegenteil formuliert. Vermeiden Sie dabei negative Begriffe in den Antworten wie “nicht” oder “kein”. Die Formulierungen können Sie ruhig auf die Spitze treiben, denn je verrückter, desto besser.

Von Träumern, Machern und Kritikern – Die Walt-Disney-Methode

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und daher oft in seiner recht starren Denkweise verankert. Eine Hilfestellung könnte hier die Walt-Disney-Methode, eine der bekannten Kreativitätstechniken, sein. Sie geht auf Robert Brian Dilts zurück, der über den berühmten Filmproduzenten und Trickfilmzeichner Walt Disney schrieb: “…tatsächlich gab es drei Walts: den Träumer, den Realisten und den Spielverderber.” Daraus leitete sich diese Methode ab, die sowohl alleine als auch im Team durchgeführt werden kann und besonders für die Planung eines eigenen Buchprojekts geeignet ist. Sie versetzen sich nacheinander in drei verschiedene Rollen: der Träumer, der Realist bzw. der “Macher” und der Kritiker. Ziel ist also eine Betrachtung aus drei verschiedenen Perspektiven. 

  1. Der Träumer: Gehen Sie davon aus, dass alles möglich ist und denken Sie ohne Grenzen. In dieser Rolle gehen Sie von einer idealen Welt aus und enthalten sich eines praktischen Urteils zu einer Idee. Sind Sie visionär und optimistisch veranlagt, fällt Ihnen diese Rolle leicht. 
  2. Der Realist: In dieser Rolle betrachten Sie das Thema von der praktischen Seite und denken weder sehr positiv noch kritisch, also nehmen Sie eine neutrale Position ein. Überlegen Sie pragmatisch, wie man die Umsetzung realistisch durchführt und was dafür alles zu tun ist.
  3. Der Kritiker: Als eine Art Qualitätsmanager und Fragensteller unterwerfen Sie alles einer Prüfung. Probleme, Stolpersteine und Widersprüche sollen aufgedeckt werden. 

Je nachdem, welcher Persönlichkeitstyp Sie sind, wird Ihnen die ein oder andere Rolle schwerer fallen. Während Träumer eher Probleme haben werden, die Rolle des Kritikers einzunehmen, wird es andersherum betrachtet Kritikern schwer fallen, Visionen zu haben und möglichst frei ohne jegliche Grenzen zu denken.

Für eine gute Idee für Ihr eigenes Buch können Sie jede dieser Kreativitätstechniken einmal ausprobieren. Alles, was Sie dafür brauchen, sind Stift und Papier. Sie werden merken, dass Sie mit einigen Methoden besser zurechtkommen als mit anderen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren und gutes Gelingen!

Waren die Kreativitätstechniken hilfreich für Sie?

Haben Sie bereits ein druckfertiges Manuskript und planen schon den Druck Ihres eigenen Buches? Wir haben auch Tipps für eine gut durchdachte Planung parat.  Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, entweder per Mail an oder telefonisch unter der ✆ 03677 – 46 92 43. Auf unserer Website unter https://www.bis500druck.de/ können Sie mit dem Kalkulator Ihren Auftrag für Ihr eigenes Buch oder andere Druckerzeugnisse konfigurieren.

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